Grätzl-PPPs: Stadt.Land.Wirtschaft

Ent­wick­lung eines Modells zur all­tags­öko­no­mi­schen Grund­ver­sor­gung in Städ­ten

Urba­ne Land­wirt­schaft ist eine alte Tech­nik mit dem Ziel, Lebens­mit­tel zu pro­du­zie­ren. Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on in der Stadt hat­te seit der Indus­tria­li­sie­rung und der Urba­ni­sie­rung immer wie­der eine beson­de­re Bedeu­tung (z.B. Gar­ten­stadt­be­we­gung im 19. Jh, haus­ei­ge­ne Gär­ten in der Nach­kriegs­zeit, Schre­ber­gär­ten). Ähn­li­che Ansät­ze tau­chen in der Gegen­wart auf, aller­dings eher in einem sozia­len Kon­text (z.B. Gar­teln ums Eck, urban gar­de­ning, Park­lets).

Mit den schnell wach­sen­den Städ­ten und der Glo­ba­li­sie­rung hat sich die­se Form der loka­len Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on immer mehr zuguns­ten indus­tri­ell und/oder welt­weit pro­du­zier­ter Lebens­mit­tel, die über Han­dels­ket­ten ver­trie­ben wer­den, redu­ziert. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ließ sich aber wie­der wach­sen­des Inter­es­se fest­stel­len.

Urba­ne Land­wirt­schaft bringt vie­le Vor­tei­le – sozia­ler und inte­gra­ti­ver Natur, und min­des­tens genau­so viel hin­sicht­lich Kli­ma­schutz und Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del.

Um eine Rol­le in der nach­hal­ti­gen und gesun­den Ernäh­rung für die Stadt­be­völ­ke­rung zu spie­len, muss das Sys­tem der urba­nen Land­wirt­schaft neu gedacht und moder­ni­siert wer­den.

Die für einen Anbau und Betrieb mög­li­chen Flä­chen wie Haus­dä­cher, Haus­wän­de und Frei­flä­chen in einer Stadt müs­sen erho­ben und auf ihr Poten­ti­al in bau­li­cher, tech­ni­scher, recht­li­cher und prak­ti­scher Hin­sicht sys­te­ma­tisch ana­ly­siert wer­den.

Betriebs­mo­del­le – von ehren­amt­li­cher Tätig­keit bis hin zu Erwerbs­mo­del­len – müs­sen erho­ben und getes­tet wer­den. Nicht zuletzt macht es Sinn, die land­wirt­schaft­li­chen Tätig­kei­ten mit den Zie­len der Stadt hin­sicht­lich Kli­ma­wan­del-Anpas­sung und Kli­ma­schutz zu har­mo­ni­sie­ren, also gera­de dort die urba­ne Land­wirt­schaft zu för­dern, wo Küh­lung, Regen­was­ser­ma­nage­ment etc. beson­ders not­wen­dig erschei­nen. Dort soll­te eine För­de­rung von Busi­ness­mo­del­len in Form von Public-Pri­vat-Part­nership-Kon­zep­ten sti­mu­liert wer­den.

All die­sen Fra­gen wol­len wir uns in die­ser Pro­jekt­in­itia­ti­ve wid­men.

Ziel ist die Aus­ar­bei­tung eines För­der­an­trags, der die oben beschrie­be­ne Poten­zi­al­ana­ly­se urba­ner Flä­chen beinhal­tet, sowie die Ent­wick­lung von Busi­ness­mo­del­len für den Betrieb von urba­nen land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen in Koope­ra­ti­on mit der öffent­li­chen Hand.

Dies soll anhand der Case Stu­dies an Schu­len, Kran­ken­an­stal­ten und Pen­sio­nis­ten­häu­sern der Stadt Wien erfol­gen.

Kon­kret sol­len die Dach­flä­chen des AKH als Pilot­an­la­ge genutzt wer­den und direk­te Ver­mark­tungs­op­tio­nen im Haus den Start und Erst­be­trieb ermög­li­chen. Zeit­gleich sol­len Unter­neh­mens­part­ner für den Auf­bau eines groß­flä­chi­ge­ren Anbaus als auch Ver­triebs auf der gesam­ten Stadt­ebe­ne sowie für die Start­fi­nan­zie­rung gewon­nen wer­den.

Daten

 

  • Bewer­bungs­pha­se für Pro­jekt­in­itia­ti­ven: 01.12.2019 – 06.03.2020
  • Ear­ly Bird Tickets: 01.01.2020 – 31.01.2020
  • Been­di­gung des Über­prü­fungs­ver­fah­rens für Pro­jekt­in­itia­ti­ven: 15.03.2020
  • Regu­lä­rer Ticket­ver­kauf: 01.02.2020 – 10.04.2020
  • Kon­gress: 16–17.04.2020
Die Fragestellungen:
  • Poten­zi­al­ana­ly­se der Stadt hin­sicht­lich bau­li­cher, recht­li­cher und prak­ti­scher Fra­ge­stel­lun­gen
  • Pro­duk­ti­ons­ar­ten für fol­gen­de Flä­chen: Dächer, Fas­sa­de, Innen­hö­fe, Stadt­bra­chen
  • Pro­duk­ti­ons­ab­lauf für unter­schied­li­che Pro­duk­ti­ons­flä­chen ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te
  • Bau­tech­ni­sche Fra­gen: Zugang zum Dach, Sta­tik, tech­ni­sche Anfor­de­run­gen für nicht opti­mal geeig­ne­te Flä­chen, Dach­ab­de­ckung etc.
  • Recht­li­che Fra­gen: Wid­mungs­fra­gen, Miet­recht­li­che, Gewer­be­recht­li­che Fra­gen, Bau­ord­nungs­fra­ge
  • Har­mo­ni­sie­rung mit stra­te­gi­schen Zie­len der Stadt, ins­be­son­de­re Küh­lung
  • Erhö­hung der Bio­di­ver­si­tät, Regen­was­ser­ma­nage­ment
  • Ent­wick­lung einer Dach­or­ga­ni­sa­ti­on, die für Infor­ma­ti­on, Absatz, Ein­kauf, Ver­mark­tung etc. zustän­dig ist
  • Ent­wick­lung von Busi­ness­mo­del­len für urba­ne Land­wirt­schaft. Ver­net­zung der Betrie­be für den Ver­trieb, Quer­ver­bin­dung zum Öko­Ka­uf-Pro­gramm der Stadt Wien
  • Ernäh­rungs­si­cher­heit, Regio­na­li­tät, Nach­hal­tig­keit

Gesucht wird:

Für das Pro­jekt „Grätzl PPP Stadt.Land.Wirtschaft suchen wir maxi­mal 25 Teil­neh­me­rIn­nen mit fol­gen­dem Back­ground:

  1. Landwirtschaft/Gärtnerei
  2. Gas­tro­no­mie
  3. Land­schafts­ar­chi­tek­tur
  4. Zivil­tech­ni­ker
  5. Raum­pla­nung
  6. Stadt­ver­wal­tung
  7. Exper­ten für Finan­zie­rungs­op­tio­nen
  8. Zivil­be­völ­ke­rung

    Green4Cities Ltd.
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